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Erster Tag

Hier sozusagen Version 2 meines ersten Blogeintrages, jetzt kann man die Bilder auch vergr??ern. (Ein Arsch voll Arbeit -.-)

 

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Mittwoch, 30. September. Der lang erwartete Tag ist endlich da.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich ihn auf mich zukommen sehen - lachend, da ich mich schon wahnsinnig auf die Stadt, die Sprache viele neue Leute, sommerliche Temperaturen und spanischen Lifestyle freue - weinend, da ich meine geliebte Natalja und auch Freunde, Hund und Familie (Ok, es wurde langsam Zeit, dass ich mal Zuhause rauskomme ) verlassen muss
3:30 wird also nach ein paar Stunden Schlaf aufgestanden, ich verabschiede mich von meiner Mutter und von Lara (mein Hund), dann bringt mich mein Vater zum Flughafen Berlin-Sch?nefeld, zum orangefarbenen Easyjet-Terminal. Obwohl ich als einer der letzten in den Flieger steige, habe ich das Gl?ck, einen Fensterplatz zu ergattern und habe sogar neben mir noch einen Platz frei. Und auf gehts in den Sonnenaufgang. Der Flug dauert etwas ?ber 3 Stunden und f?hrt unter anderem ?ber die Alpen - sch?ne Aussicht. Mit den Bildern langweile ich euch jetzt einfach mal = ).

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Dann machte ich die lustige Erfahrung, dass es in Reiseflugh?he aufgrund des geringen Luftdrucks nicht unbedingt ratsam ist, einen Tintenroller zu verwenden - die Tinte kommt sofort in riesigen Tropfen rausgeschleudert, wenn man das Papier auch nur kurz antippt ^^


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Die Zeit ging mit Schon-mal-Spanisch-b?ffeln und Musik h?ren so schnell rum, dass wir auch schon bald durch die Wolkendecke tauchten und das sich das h?gelige Umland von M?laga pr?sentierte.

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Und dann kam ich an, auf dem Aeropuerto de M?laga. Nachdem ich meinen gro?en Rucksack vom Gep?ckband genommen hatte, stellte ich fest, dass mein Parf?m anscheinend wegen des Unterdrucks in den Rucksack diffundiert war, und ich zog eine ziemliche Duftwolke hinter mir her. Am Flughafen streikten (in Spanien scheint fast immer irgendjemand zu streiken - finde ich gut ) die Securityleute, leider konnte ich aber mit meinen (nicht vorhandenen) Spanischkenntnissen ihre genauen Forderungen nicht feststellen.

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Ich musste ein ganzes St?ck zum Bahnhof laufen, wo ich einen Italo-oder Hispanicamerikaner aus NYC traf, und wir halfen uns gegenseitig den richtigen Zug, das richtige Ticket usw. zu finden und hatten netten Small Talk. Leider war die Linie zu dem Bahnhof, zu dem ich eigentlich wollte gesperrt, und ich musste mir erstma am Information Desk den Weg erfragen. Der Bahnhof an sich (Estaci?n Maria Zambrano) ist ein unglaublich gro?es und luxuri?ses Geb?ude, mit allen L?den die man sich vorstellen kann - das h?tte ich irgendwie nicht erwartet.

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Ich trat also aus dem Bahnhof heraus, und die ersten Dinge die ich von M?laga sah: Palmen Und nat?rlich jede Menge Autos, und Baustelle. In der ganzen Stadt wird unglaublich viel gebaut, da sich M?laga als Kulturhauptstadt 2015 bewerben will, also soll das Stadtbild erneuert werden. Trotz der vielen Baustellen und Neubauten ist jedoch immer wieder jede Menge Gr?n zu finden, ?berall sind Palmen, Laubb?ume, Rasenfl?chen, Blumen, und kleine Parks - sehr angenehm.

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Ich machte mich also auf den Weg, und da ich sowieso eine spanische Prepaidkarte brauchte und noch sehr viel Zeit bis zur Verabredung mit meinem Vermieter hatte, ging ich in den erstbesten Movistar-Handyladen den ich sah. Leider konnten die angestellten nur sehr l?ckenhaftes bis gar kein Englisch, aber zum Gl?ck half mir ein netter Afrikaner namens Pat, der f?r mich den Dolmetscher spielte, und mir gleich noch seine Handynummer gab - eine sehr erfreuliche Begegnung

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Ich machte auf dem Weg zu meiner Wohnung immer mal ein Foto, um einen kleinen Eindruck der Stadt zu vermitteln, obwohl sich der westliche Teil, in dem ich wohne, stark vom ?stlichen Teil mit der Altstadt unterscheidet, der Westen ist mehr so, wie man sich eine mediterrane, aber nicht besonders alte K?stenstadt vorstellt, oft kleine Stra?en mit vielen L?den, viel Verkehr usw.

Einige Autofahrer hielten sogar extra meinewegen an, weil sie sahen, dass ich ein Foto von der Stra?e schie?e und sie mir nicht ins Bild fahren wollten - wom?glich eine Widerlegung des Klisches des r?pelhaften s?dl?ndischen Autofahrers ?

Hier der Weg vom Bahnhof zu meiner Wohnung:


Gr?&szligere Kartenansicht

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Die Calle de San Quintin, meine Stra?e...

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... und hier mein Haus...

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...Nr. 4. In der vierten Etage ist meine Wohnung.

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Da ich noch ca. 45 Minuten bis zur Verabredung mit meinem Vermieter hatte, setzte ich mich erst mal vor eine Bar um die Ecke und machte meine erste spanische Bestellung : "Hola. Quiero una cerveza por favor." Spanische Bier schmeckt auch

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Nach einem Telefongespr?ch mit Miguel, dem Vermieter klingelte ich dann an der Wohnung, die mir von einer jungen Britin aus Liverpool namens Kathleen ge?ffnet wurde. Sie war gerade den letzten Tag hier, und hatte genau wie ich Spanisch an der Universidad de M?laga gelernt. 2 Minuten nachdem ich die Wohnung betreten hatte, klingelte es noch einmal, und eine M?dchen stand vor der T?r und versuchte der Britin etwas angestrengt auf Spanisch zu erkl?ren, dass sie die neue WG-Partnerin sei. Wie sich rausstellte ist sie Kanadierin aus Quebec, also dem franz?sischen Teil von Kanada, spricht aber nat?rlich sowohl Englisch als auch Franz?sisch. Sie hei?t Anais, ist gerade mal 16 Jahre alt und wird genau wie ich 8 Monate bleiben und Spanisch lernen, allerdings hatte sie im Gegensatz zu mir schon vorher Spanischstunden in der Schule. Wir verstanden uns auf Anhieb super, und ich denke, dass wir sehr gut zusammenleben werden, sie spricht auch ein sehr klares Englisch, dass ich gut verstehe, und kann auch ab und zu die Dolmetscherin f?r mich spielen, wenn ich etwas auf Spanisch nicht verstehe - sehr praktisch. Ihr Bruder studiert gerade witzigerweise in Leipzig.

Meine beiden anderen Mitbewohnerinnen sind im Moment zwei Russinnen aus St. Petersburg Mitte 20, die noch 1,5 Wochen bleiben und hier einfach Urlaub machen, und auch sehr nett und hilfsbereit sind.

So, jetzt erst mal ein paar Bilder von der Wohnung, qualitativ leider nicht so top aber ich denke man bekommt einen groben ?berblick wie ich so lebe. Die Wohnung ist eigentlich super ausgestattet, besonders in der K?che ist von der Waschmaschine ?ber die Mikrowelle, Espressokanne, Riesenk?hlschrank bis zur Fritteuse eigentlich fast alles da, im ger?umigen Wohnzimmer gibt es einen gro?en TV, eine ziemlich nette Stereoanlage und ein Schrankfach mit jeder Menge Schnapsvorr?ten Allgemein lassen sich in den zahlreichen Schubladen ?berall recht praktische Dinge finden, auch wenn alles (besonders in der K?che) ziemlich chaotisch ist

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Mein Zimmer: recht angenehm, extrem viele Verstaum?glichkeiten, ist auch das gr??te der Zimmer, allerdings sind beide St?hle kaputt und manche Schubl?den, und die Matratze verdient die Bezeichnung eigentlich nicht (man merkt extrem das Drahtgestell wenn man draufliegt)

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Der Blick aus dem Fenster: ein Hinterhof, daher habe ich keine Verkehrsl?rm, der mich beim Schlafen st?rt - recht angenehm.

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Den restlichen Tag verbrachte ich dann mit Auspacken, Einrichten von Internet usw. Abends ging ich mit Anais was zu essen und einige Fr?hst?cksutensilien besorgen. Da Kathleen den letzten Abend da war, nahm sie uns mit, um einige Freunde zu treffen, und wir trafen uns zun?chst mit einem lustigen Italiener namens Claudio und zwei winzigen S?dkoreanerinnen, alle drei beherrschten zwar leider nur ein sehr begrenztes Englisch, aber wir hatten trotzdem Spa? und konnten uns irgendwie verst?ndigen. Wir trafen uns auf einem sch?nen Platz in der Altstadt, und gingen dann erst mal in eine haupts?chlich von internationalen Studenten frequentierte Kneipe namens Picasso am Placa de la Merced. Dort trafen wir noch verschiedenste Leute, eine Frau aus Slowakien, eine Afrikanerin und weitere Koreanerinnen.

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Links Anais, rechts Koreanerin

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Koreanerinnen.

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Anais und Claudio.

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Nach einiger Zeit machten wir uns dann alle auf in Richtung Strand, hielten unterwegs noch in einer D?nerbude, um Bier zu kaufen, und einer Koreanerinnen knallte mir ausversehen die Saloonartige Schwingt?r volle Kanne gegen den Kopf. Naja, nicht so schlimm "Just a few million of my brain cells maybe just died, but I'm Ok with that " Sie kam den ganzen Abend immer wieder zu mir und fragte ob alles OK sei

Am wundersch?nen Strand setzten wir uns dann unter Palmen mit toller Aussicht auf den beleuchteten Hafen zu einer bunt gemischten Gruppe, ich traf auch mehrere Deutsche, wie Stefan aus Magdeburg, mit dem ich mich auch ausgesprochen gut verstand, und der mir wertvolle Tips gab, wie ich in Kontakt mit der Antifa M?laga treten kann, ausserdem gibt es hier eine Gruppe der CGT, eine anarchistische Gewerkschaft, ?hnlich der FAU in Deutschland, die viele Aktionen machen, zudem gibt es ein besetztes Haus namens Casa Invisible, in dem immer sehr viel bunte alternative Kultur stattfinden soll. Er lud mich f?r den n?chsten Abend in eine Kneipe / Club namens Wakame ein, wo ein Reggae DJ auflegt und sich viele der linken Aktivisten treffen.

Auf dem Foto links ist Gosaia (rechts Stefan), eine sehr nette Polin, mit der Stefan und ich uns sehr lange unterhielten Bemerkenswerterweise redeten auch wir Deutsche untereinander 90 % der Zeit in Englisch, da es als ein wenig unh?flich gilt sich in anderen Sprachen als Englisch und Spanisch zu unterhalten, nachvollziehbar bei so einem bunten Nationalit?tenmix. Mit quatschen und Biertrinken ging dann die Zeit auch schnell rum, so dass es irgendwann schon um 3 oder so war, aber Kathleen, die als einzige einen Schl?ssel hatte (leider hatten Anais und Ich die Dummheit besessen, keinen eigenen mitzunehmen), wollte noch in einen Club wo eine Party war. Wir hatten aber ja am n?chsten morgen den Level Test in der Uni, und wollten uns deswegen zumindest noch ne kleine M?tze Schlaf holen, zudem kann es auch in Spanien nachts ziemlich kalt werden, ich bibberte ganz sch?n in T-Shirt und kurzen Hosen. However, Kathleen gab uns den Schl?ssel, mit dem Hinweis that "THERE WILL BE VIOLENCE" wenn wir ihr nicht ?ffnen w?rden, wenn sie irgendwann morgens aus dem Club nachhause gesteuert kommt. Ziemlich kaputt vom vielen Erleben und Laufen fiel ich dann ins Bett, um mir zumindest noch 3,5 Stunden Schlaf zu holen.

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To be continued ...
5.10.09 15:34
 


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